Glossar

Bahn- und Lokführer-Fachbegriffe

Das Railo-Glossar erklärt über 50 Fachbegriffe aus dem Bahn-, Triebfahrzeugführer- und Personaldienstleistungs-Umfeld.

Hier finden EVU-Verantwortliche, Triebfahrzeugführer:innen und Fachinteressierte präzise Definitionen zu Qualifikationen, Zulassungsrecht, Arbeitnehmerüberlassung und Bahnbetrieb.

A

Arbeitnehmerüberlassung (AÜG)
Arbeitnehmerüberlassung ist das gesetzlich geregelte Modell, bei dem ein Verleiher Arbeitnehmer fest anstellt und vorübergehend an einen Entleiher überlässt. EVU-Beschaffung
AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag)
Ein AVV ist der nach Art. 28 DSGVO vorgeschriebene Vertrag, durch den Verantwortliche die datenschutzkonforme Verarbeitung personenbezogener Daten durch Auftragsverarbeiter verbindlich regeln. EVU-Beschaffung

B

Baureihen-Berechtigung
Die Baureihen-Berechtigung erlaubt Triebfahrzeugführenden, ein bestimmtes Triebfahrzeug eigenständig zu führen. TfV-Wissen
Betriebsdiensttauglichkeit
Betriebsdiensttauglichkeit ist die behördlich festgestellte medizinische und psychologische Eignung für sicherheitsrelevante Tätigkeiten im Eisenbahnbetrieb. TfV-Wissen
Branchenzuschlag (BAP/iGZ-Tarif)
Der Branchenzuschlag ist ein tariflicher Aufschlag auf den Zeitarbeits-Grundlohn, der Leiharbeitnehmer schrittweise an das Entgeltniveau der Einsatzbranche angleicht. EVU-Beschaffung
Bremsprobe
Die Bremsprobe ist eine vorgeschriebene Funktionsprüfung der Bremsanlage eines Zuges vor der Abfahrt oder nach bestimmten Betriebsereignissen. TfV-Wissen

C

CEFR (Sprachniveau für Triebfahrzeugführer)
CEFR bezeichnet den Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen und legt das Mindestniveau für Triebfahrzeugführer:innen im grenzüberschreitenden Eisenbahnverkehr fest. TfV-Wissen & Karriere

E

EBA (Eisenbahn-Bundesamt)
Das Eisenbahn-Bundesamt ist die deutsche Bundesbehörde, die bundeseigene Eisenbahnen beaufsichtigt, Triebfahrzeugführerscheine erteilt und Tauglichkeitsuntersuchungen überwacht. TfV-Wissen
EBL (Eisenbahnbetriebsleiter)
Der Eisenbahnbetriebsleiter ist die gesetzlich vorgeschriebene verantwortliche Person eines EVU für den sicheren Eisenbahnbetrieb. TfV-Wissen
Einweisung (Streckenkundliche Einweisung)
Die streckenkundliche Einweisung ist das formalisierte Verfahren, durch das Triebfahrzeugführende die erforderliche Streckenkenntnis für eine neue Strecke erwerben. TfV-Wissen
EIU (Eisenbahninfrastrukturunternehmen)
Ein EIU betreibt und verwaltet Eisenbahninfrastruktur — Gleise, Stellwerke und Bahnhöfe — und stellt EVU diskriminierungsfreien Zugang zum Netz bereit. TfV-Wissen
Entleiher
Der Entleiher ist das Unternehmen, das überlassene Arbeitnehmer im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung nach AÜG vorübergehend einsetzt und die fachliche Weisung ausübt. EVU-Beschaffung
Equal Pay (AÜG)
Equal Pay bezeichnet den gesetzlichen Anspruch überlassener Arbeitnehmer auf dasselbe Arbeitsentgelt wie vergleichbare Stammkräfte des Entleihers (§ 8 AÜG). EVU-Beschaffung
Erlaubnis nach § 1 AÜG
Die AÜG-Erlaubnis ist die behördliche Genehmigung, die ein Unternehmen benötigt, um gewerbsmäßig Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu überlassen. EVU-Beschaffung
ETCS (European Train Control System)
ETCS ist das europäische Zugsteuerungs- und Zugsicherungssystem, das nationalen Systemen wie PZB und LZB schrittweise ersetzt und grenzüberschreitenden Bahnbetrieb vereinheitlicht. TfV-Wissen
EVU (Eisenbahnverkehrsunternehmen)
Ein Eisenbahnverkehrsunternehmen ist ein Unternehmen, das gewerblich Eisenbahnverkehrsleistungen auf dem Schienennetz erbringt und hierfür eine Sicherheitsbescheinigung benötigt. TfV-Wissen & EVU

F

Festanstellung
Festanstellung bezeichnet ein unbefristetes Arbeitsverhältnis, bei dem Arbeitnehmer dauerhaft und sozialversicherungspflichtig beim Arbeitgeber beschäftigt sind. EVU & Karriere

G

Gefahrgut (RID)
RID ist das internationale Regelwerk für die Beförderung gefährlicher Güter auf der Schiene und gilt verbindlich in allen EU-Mitgliedstaaten. TfV-Wissen
Güterzug
Ein Güterzug ist ein aus Lokomotive und Güterwagen zusammengestellter Zug, der ausschließlich Güter auf dem Schienennetz befördert. TfV-Wissen

H

Höchstüberlassungsdauer
Die Höchstüberlassungsdauer begrenzt nach § 1 Abs. 1b AÜG die ununterbrochene Überlassung eines Leiharbeitnehmers an denselben Entleiher auf 18 Monate. EVU-Beschaffung

K

Klasse A (TfV)
TfV Klasse A ist die Triebfahrzeugführerschein-Klasse für Rangierdienst und Fahrten ohne Fahrgäste auf dem nicht öffentlichen Netz. TfV-Wissen
Klasse B1 (TfV)
TfV Klasse B1 ist die Triebfahrzeugführerschein-Klasse für Fahrten im öffentlichen Netz mit Reise- und Personenzügen. TfV-Wissen
Klasse B2 (TfV)
TfV Klasse B2 ist die Triebfahrzeugführerschein-Klasse für Güterzugfahrten im öffentlichen Schienennetz. TfV-Wissen
Kombinierter Verkehr (KV)
Kombinierter Verkehr bezeichnet den Transport von Gütern in Ladeeinheiten, bei dem Schiene oder Wasserstraße den Hauptlauf übernehmen und Straße nur die Vor- und Nachläufe abdecken. TfV-Wissen

L

Leiharbeitnehmer
Person, die beim Verleiher fest angestellt und von diesem an einen Entleiher zur Arbeitsleistung überlassen wird. EVU-Beschaffung
Lokführer-Ausbildung
Strukturierter Qualifizierungsweg zum Triebfahrzeugführerschein: theoretische Grundausbildung, Tauglichkeitsprüfungen sowie praktische Strecken- und Baureihen-Einweisungen nach TfV. Karriere
Lokführer-Gehalt
Das Lokführer-Gehalt bezeichnet die Vergütung von Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführern, gestaffelt nach TfV-Klasse, Einsatzgebiet und Tarifbindung. Karriere
LZB (Linienförmige Zugbeeinflussung)
Die LZB ist ein kontinuierliches Zugbeeinflussungssystem im deutschen Schienennetz, das Züge zwischen Gleismagneten lückenlos überwacht und automatisch bremst. TfV-Wissen

P

Personalvermittlung
Personalvermittlung bezeichnet die entgeltliche Vermittlung von Arbeitnehmern in ein Arbeitsverhältnis direkt beim Auftraggeber, ohne eigenes Anstellungsverhältnis beim Dienstleister. EVU-Beschaffung
PZB (Punktförmige Zugbeeinflussung)
Die PZB ist ein Sicherheitssystem im deutschen Schienennetz, das Züge automatisch bremst, wenn Triebfahrzeugführer relevante Signale übersehen oder ignorieren. TfV-Wissen

Q

Quereinstieg Lokführer
Quereinstieg Lokführer bezeichnet den beruflichen Wechsel in den Triebfahrzeugführer-Beruf aus einem fachfremden Berufsfeld heraus ohne einschlägige Vorausbildung. Karriere

R

Rahmenvereinbarung (Personalbeschaffung)
Eine Rahmenvereinbarung ist ein Vorvertrag zwischen EVU und Personaldienstleister, der Konditionen, Verfahren und Bedingungen für künftige Einzelabrufe festlegt. EVU-Beschaffung
Rangierbegleiter
Ein Rangierbegleiter unterstützt den Triebfahrzeugführer bei Rangierfahrten durch Sicherungsaufgaben, Signalgebung und Überwachung des Fahrwegs. TfV-Wissen
Rangierdienst
Rangierdienst bezeichnet das planmäßige Umstellen, Zusammenstellen und Bereitstellen von Schienenfahrzeugen auf Betriebs- oder Güterbahnhöfen. TfV-Wissen

S

Scheinselbstständigkeit
Scheinselbstständigkeit liegt vor, wenn jemand formal als Selbstständiger tätig ist, tatsächlich aber alle Merkmale eines abhängigen Beschäftigungsverhältnisses erfüllt. Karriere
Schichtdienst Lokführer
Schichtdienst bezeichnet die Einteilung von Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführern in rotierende Arbeitszeitblöcke außerhalb fester Tagesarbeitszeit. Karriere
Schienengüterverkehr (SGV)
Schienengüterverkehr bezeichnet den gewerblichen Transport von Gütern auf Schienenwegen durch Eisenbahnverkehrsunternehmen. TfV-Wissen & EVU
Streckenkenntnis
Streckenkenntnis bezeichnet das dokumentierte Wissen eines Triebfahrzeugführers über eine bestimmte Eisenbahnstrecke als Voraussetzung für den sicheren Fahrbetrieb. TfV-Wissen

T

Tarifvertrag Zeitarbeit
Der Tarifvertrag Zeitarbeit ist ein Branchentarifvertrag, der Mindestlöhne und Arbeitsbedingungen für Leiharbeitnehmer in der Zeitarbeitsbranche festlegt. EVU-Beschaffung
Tauglichkeit (medizinisch + psychologisch)
Tauglichkeit bezeichnet die gesetzlich geforderte medizinische und psychologische Eignung, die Triebfahrzeugführer:innen vor und während ihrer Berufstätigkeit nachweisen müssen. TfV-Wissen
TfV (Triebfahrzeugführerschein-Verordnung)
Die TfV ist die deutsche Verordnung, die Voraussetzungen, Klassen und Prüfungsanforderungen für den Triebfahrzeugführerschein verbindlich regelt. TfV-Wissen
Triebfahrzeug
Ein Triebfahrzeug ist ein Schienenfahrzeug mit eigenem Antrieb, das Züge zieht, schiebt oder eigenständig im Betrieb einsetzt. TfV-Wissen
Triebfahrzeugführer (Beruf)
Eine Triebfahrzeugführer:in ist eine Person mit gültigem Triebfahrzeugführerschein, die Schienenfahrzeuge auf dem öffentlichen Netz führt. TfV-Wissen & Karriere
Triebfahrzeugführerschein (TfV-Schein)
Der Triebfahrzeugführerschein ist die europäisch harmonisierte Grundlizenz, die Triebfahrzeugführer:innen zum Führen von Zügen im Eisenbahnbetrieb berechtigt. TfV-Wissen

Ü

Überlassungsvertrag
Der Überlassungsvertrag ist der zivilrechtliche Vertrag zwischen Verleiher und Entleiher, der die gewerbsmäßige Überlassung von Arbeitnehmern nach dem AÜG regelt. EVU-Beschaffung
Übernahmeklausel
Die Übernahmeklausel ist eine Vertragsvereinbarung im AÜG, die eine Festanstellung des Leiharbeitnehmers beim Entleiher nach der Überlassung regelt. EVU-Beschaffung

V

Verleiher
Der Verleiher ist das Unternehmen, das Arbeitnehmer auf Basis einer AÜG-Erlaubnis an einen Entleiher überlässt. EVU-Beschaffung
Vermittlungsprovision
Die Vermittlungsprovision ist das Honorar, das ein Personalvermittler für die erfolgreiche Besetzung einer Stelle durch einen Kandidaten erhält. EVU-Beschaffung

W

Wagenprüfer
Der Wagenprüfer ist eine im Güterverkehr zugelassene Person, die Güterwagen vor Abfahrt auf Betriebssicherheit und Bremsen prüft. TfV-Wissen
Werkvertrag
Ein Werkvertrag verpflichtet zur Herstellung eines bestimmten Werkes gegen Vergütung und begründet kein Arbeitsverhältnis. Karriere

Z

ZUB (Zugbeeinflussung / Zugbegleiter)
ZUB bezeichnet im Bahnbetrieb entweder ein bordseitiges Zugbeeinflussungssystem (z. B. ZUB 262) oder die Abkürzung für Zugbegleiter. TfV-Wissen
Cluster A Triebfahrzeugführer-Wissen 35 Begriffe
Baureihen-Berechtigung
Die Baureihen-Berechtigung erlaubt Triebfahrzeugführenden, ein bestimmtes Triebfahrzeug eigenständig zu führen.
Betriebsdiensttauglichkeit
Betriebsdiensttauglichkeit ist die behördlich festgestellte medizinische und psychologische Eignung für sicherheitsrelevante Tätigkeiten im Eisenbahnbetrieb.
Bremsprobe
Die Bremsprobe ist eine vorgeschriebene Funktionsprüfung der Bremsanlage eines Zuges vor der Abfahrt oder nach bestimmten Betriebsereignissen.
CEFR (Sprachniveau für Triebfahrzeugführer)
CEFR bezeichnet den Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen und legt das Mindestniveau für Triebfahrzeugführer:innen im grenzüberschreitenden Eisenbahnverkehr fest.
EBA (Eisenbahn-Bundesamt)
Das Eisenbahn-Bundesamt ist die deutsche Bundesbehörde, die bundeseigene Eisenbahnen beaufsichtigt, Triebfahrzeugführerscheine erteilt und Tauglichkeitsuntersuchungen überwacht.
EBL (Eisenbahnbetriebsleiter)
Der Eisenbahnbetriebsleiter ist die gesetzlich vorgeschriebene verantwortliche Person eines EVU für den sicheren Eisenbahnbetrieb.
Einweisung (Streckenkundliche Einweisung)
Die streckenkundliche Einweisung ist das formalisierte Verfahren, durch das Triebfahrzeugführende die erforderliche Streckenkenntnis für eine neue Strecke erwerben.
EIU (Eisenbahninfrastrukturunternehmen)
Ein EIU betreibt und verwaltet Eisenbahninfrastruktur — Gleise, Stellwerke und Bahnhöfe — und stellt EVU diskriminierungsfreien Zugang zum Netz bereit.
ETCS (European Train Control System)
ETCS ist das europäische Zugsteuerungs- und Zugsicherungssystem, das nationalen Systemen wie PZB und LZB schrittweise ersetzt und grenzüberschreitenden Bahnbetrieb vereinheitlicht.
EVU (Eisenbahnverkehrsunternehmen)
Ein Eisenbahnverkehrsunternehmen ist ein Unternehmen, das gewerblich Eisenbahnverkehrsleistungen auf dem Schienennetz erbringt und hierfür eine Sicherheitsbescheinigung benötigt.
Gefahrgut (RID)
RID ist das internationale Regelwerk für die Beförderung gefährlicher Güter auf der Schiene und gilt verbindlich in allen EU-Mitgliedstaaten.
Güterzug
Ein Güterzug ist ein aus Lokomotive und Güterwagen zusammengestellter Zug, der ausschließlich Güter auf dem Schienennetz befördert.
Klasse A (TfV)
TfV Klasse A ist die Triebfahrzeugführerschein-Klasse für Rangierdienst und Fahrten ohne Fahrgäste auf dem nicht öffentlichen Netz.
Klasse B1 (TfV)
TfV Klasse B1 ist die Triebfahrzeugführerschein-Klasse für Fahrten im öffentlichen Netz mit Reise- und Personenzügen.
Klasse B2 (TfV)
TfV Klasse B2 ist die Triebfahrzeugführerschein-Klasse für Güterzugfahrten im öffentlichen Schienennetz.
Kombinierter Verkehr (KV)
Kombinierter Verkehr bezeichnet den Transport von Gütern in Ladeeinheiten, bei dem Schiene oder Wasserstraße den Hauptlauf übernehmen und Straße nur die Vor- und Nachläufe abdecken.
Lokführer-Ausbildung
Strukturierter Qualifizierungsweg zum Triebfahrzeugführerschein: theoretische Grundausbildung, Tauglichkeitsprüfungen sowie praktische Strecken- und Baureihen-Einweisungen nach TfV.
Lokführer-Gehalt
Das Lokführer-Gehalt bezeichnet die Vergütung von Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführern, gestaffelt nach TfV-Klasse, Einsatzgebiet und Tarifbindung.
LZB (Linienförmige Zugbeeinflussung)
Die LZB ist ein kontinuierliches Zugbeeinflussungssystem im deutschen Schienennetz, das Züge zwischen Gleismagneten lückenlos überwacht und automatisch bremst.
PZB (Punktförmige Zugbeeinflussung)
Die PZB ist ein Sicherheitssystem im deutschen Schienennetz, das Züge automatisch bremst, wenn Triebfahrzeugführer relevante Signale übersehen oder ignorieren.
Quereinstieg Lokführer
Quereinstieg Lokführer bezeichnet den beruflichen Wechsel in den Triebfahrzeugführer-Beruf aus einem fachfremden Berufsfeld heraus ohne einschlägige Vorausbildung.
Rangierbegleiter
Ein Rangierbegleiter unterstützt den Triebfahrzeugführer bei Rangierfahrten durch Sicherungsaufgaben, Signalgebung und Überwachung des Fahrwegs.
Rangierdienst
Rangierdienst bezeichnet das planmäßige Umstellen, Zusammenstellen und Bereitstellen von Schienenfahrzeugen auf Betriebs- oder Güterbahnhöfen.
Scheinselbstständigkeit
Scheinselbstständigkeit liegt vor, wenn jemand formal als Selbstständiger tätig ist, tatsächlich aber alle Merkmale eines abhängigen Beschäftigungsverhältnisses erfüllt.
Schichtdienst Lokführer
Schichtdienst bezeichnet die Einteilung von Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführern in rotierende Arbeitszeitblöcke außerhalb fester Tagesarbeitszeit.
Schienengüterverkehr (SGV)
Schienengüterverkehr bezeichnet den gewerblichen Transport von Gütern auf Schienenwegen durch Eisenbahnverkehrsunternehmen.
Streckenkenntnis
Streckenkenntnis bezeichnet das dokumentierte Wissen eines Triebfahrzeugführers über eine bestimmte Eisenbahnstrecke als Voraussetzung für den sicheren Fahrbetrieb.
Tauglichkeit (medizinisch + psychologisch)
Tauglichkeit bezeichnet die gesetzlich geforderte medizinische und psychologische Eignung, die Triebfahrzeugführer:innen vor und während ihrer Berufstätigkeit nachweisen müssen.
TfV (Triebfahrzeugführerschein-Verordnung)
Die TfV ist die deutsche Verordnung, die Voraussetzungen, Klassen und Prüfungsanforderungen für den Triebfahrzeugführerschein verbindlich regelt.
Triebfahrzeug
Ein Triebfahrzeug ist ein Schienenfahrzeug mit eigenem Antrieb, das Züge zieht, schiebt oder eigenständig im Betrieb einsetzt.
Triebfahrzeugführer (Beruf)
Eine Triebfahrzeugführer:in ist eine Person mit gültigem Triebfahrzeugführerschein, die Schienenfahrzeuge auf dem öffentlichen Netz führt.
Triebfahrzeugführerschein (TfV-Schein)
Der Triebfahrzeugführerschein ist die europäisch harmonisierte Grundlizenz, die Triebfahrzeugführer:innen zum Führen von Zügen im Eisenbahnbetrieb berechtigt.
Wagenprüfer
Der Wagenprüfer ist eine im Güterverkehr zugelassene Person, die Güterwagen vor Abfahrt auf Betriebssicherheit und Bremsen prüft.
Werkvertrag
Ein Werkvertrag verpflichtet zur Herstellung eines bestimmten Werkes gegen Vergütung und begründet kein Arbeitsverhältnis.
ZUB (Zugbeeinflussung / Zugbegleiter)
ZUB bezeichnet im Bahnbetrieb entweder ein bordseitiges Zugbeeinflussungssystem (z. B. ZUB 262) oder die Abkürzung für Zugbegleiter.
Cluster B EVU-Beschaffung 18 Begriffe
Arbeitnehmerüberlassung (AÜG)
Arbeitnehmerüberlassung ist das gesetzlich geregelte Modell, bei dem ein Verleiher Arbeitnehmer fest anstellt und vorübergehend an einen Entleiher überlässt.
AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag)
Ein AVV ist der nach Art. 28 DSGVO vorgeschriebene Vertrag, durch den Verantwortliche die datenschutzkonforme Verarbeitung personenbezogener Daten durch Auftragsverarbeiter verbindlich regeln.
Branchenzuschlag (BAP/iGZ-Tarif)
Der Branchenzuschlag ist ein tariflicher Aufschlag auf den Zeitarbeits-Grundlohn, der Leiharbeitnehmer schrittweise an das Entgeltniveau der Einsatzbranche angleicht.
Entleiher
Der Entleiher ist das Unternehmen, das überlassene Arbeitnehmer im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung nach AÜG vorübergehend einsetzt und die fachliche Weisung ausübt.
Equal Pay (AÜG)
Equal Pay bezeichnet den gesetzlichen Anspruch überlassener Arbeitnehmer auf dasselbe Arbeitsentgelt wie vergleichbare Stammkräfte des Entleihers (§ 8 AÜG).
Erlaubnis nach § 1 AÜG
Die AÜG-Erlaubnis ist die behördliche Genehmigung, die ein Unternehmen benötigt, um gewerbsmäßig Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu überlassen.
EVU (Eisenbahnverkehrsunternehmen)
Ein Eisenbahnverkehrsunternehmen ist ein Unternehmen, das gewerblich Eisenbahnverkehrsleistungen auf dem Schienennetz erbringt und hierfür eine Sicherheitsbescheinigung benötigt.
Festanstellung
Festanstellung bezeichnet ein unbefristetes Arbeitsverhältnis, bei dem Arbeitnehmer dauerhaft und sozialversicherungspflichtig beim Arbeitgeber beschäftigt sind.
Höchstüberlassungsdauer
Die Höchstüberlassungsdauer begrenzt nach § 1 Abs. 1b AÜG die ununterbrochene Überlassung eines Leiharbeitnehmers an denselben Entleiher auf 18 Monate.
Leiharbeitnehmer
Person, die beim Verleiher fest angestellt und von diesem an einen Entleiher zur Arbeitsleistung überlassen wird.
Personalvermittlung
Personalvermittlung bezeichnet die entgeltliche Vermittlung von Arbeitnehmern in ein Arbeitsverhältnis direkt beim Auftraggeber, ohne eigenes Anstellungsverhältnis beim Dienstleister.
Rahmenvereinbarung (Personalbeschaffung)
Eine Rahmenvereinbarung ist ein Vorvertrag zwischen EVU und Personaldienstleister, der Konditionen, Verfahren und Bedingungen für künftige Einzelabrufe festlegt.
Schienengüterverkehr (SGV)
Schienengüterverkehr bezeichnet den gewerblichen Transport von Gütern auf Schienenwegen durch Eisenbahnverkehrsunternehmen.
Tarifvertrag Zeitarbeit
Der Tarifvertrag Zeitarbeit ist ein Branchentarifvertrag, der Mindestlöhne und Arbeitsbedingungen für Leiharbeitnehmer in der Zeitarbeitsbranche festlegt.
Überlassungsvertrag
Der Überlassungsvertrag ist der zivilrechtliche Vertrag zwischen Verleiher und Entleiher, der die gewerbsmäßige Überlassung von Arbeitnehmern nach dem AÜG regelt.
Übernahmeklausel
Die Übernahmeklausel ist eine Vertragsvereinbarung im AÜG, die eine Festanstellung des Leiharbeitnehmers beim Entleiher nach der Überlassung regelt.
Verleiher
Der Verleiher ist das Unternehmen, das Arbeitnehmer auf Basis einer AÜG-Erlaubnis an einen Entleiher überlässt.
Vermittlungsprovision
Die Vermittlungsprovision ist das Honorar, das ein Personalvermittler für die erfolgreiche Besetzung einer Stelle durch einen Kandidaten erhält.

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